Das Ei

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Wie groß ist ein Elefantenvogel-Ei? Was ist Oologie? Woraus besteht ein Ei genau? Was macht das Schnabeltier? Diesen und vielen weiteren Fragen rund um das Ei geht dieses bezaubernde Bilderbuch auf den Grund. Von verschiedenen Vögeln, deren Nestbau über Insekten, Amphibien, Reptilien und Fische bis hin zum Ei in Kunst und Mythologie – das Buch verbindet wunderschön stilvolle Illustrationen mit viel Wissenswertem zum ovalen Wunder. Die Eier werden dabei alle in Originalgröße abgebildet.

Ein Buch für kleine und große Osternester oder einfach so.

Britta Teckentrup (Illustration), Kathrin Köller (Übersetzung), Das Ei, Prestel Verlag, 96 Seiten, gebunden, ab 6 Jahren, A 20.60 Euro, D 19.99 Euro, ISBN 978-3-7913-7286-0.

Prestel Verlag/Randomhouse

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Best of Buchmesse und Leipzig 2017

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In Leipzig steht Quittenmarmelade auf der Straße. Bei Überproduktion stellt man sie mit einem freundlichen Schild dorthin, um auch den Nachbarn oder Spaziergängern etwas davon abzugeben. Dasselbe gilt für Kinderkleidung, Fahrräder und Toaster. Ich finde das heimelig. Überhaupt mag ich Leipzig sehr gerne – seit ich nicht mehr dort wohne ist deshalb die frühjährliche Leipzigzeit fest im Kalender verankert. Das liegt natürlich auch an der Buchmesse – auch dieses Jahr habe ich mich durch die Hallen gewühlt und euch meine zehn liebsten Neuentdeckungen mitgebracht, die auf dem Stapel der bald zu lesenden Bücher nun ganz oben liegen.

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Lars Mytting, Die Birken wissen’s noch

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Das Lesen lieben? Wegen Büchern wie diesem!

BirkenDiesen Lesetipp habe ich bei Anna Jeller, einer meiner Lieblingsbuchhandlungen, bekommen, die praktischerweise auf dem täglichen Heimweg liegt. Was natürlich zur Folge hat, dass meine Besuche dort umso öfter stattfinden und ich immer wieder Bücher mit nach Hause trage, die ich eigentlich gar nicht gesucht habe oder kaufen wollte, die sich aber als kleine Schätze entpuppen. Weil es nicht oft genug gesagt werden kann: auch deshalb hat Amazon in meinem (Lese)Leben selbstverständlich keine Chance.

„Die Birken wissen’s noch“ ist jedenfalls ein solcher Schatz – er vereint eine geheimnisvolle Familiensaga mit zwei Liebesgeschichten, er ist wunderbar intensiv geschrieben, manchmal ein bisschen gruselig, es packt einen beim Lesen das Fernweh und er ist durchweg spannend – man kann es kaum erwarten, endlich weiter zu lesen oder liest das Buch gleich in einem Rutsch durch. Und: es geht um Holz! Auf den ersten Blick nicht unbedingt mein Lieblingsthema…

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Ernst Jandl, Gedichte

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Ernst Jandl, Einer raus einer rein. Die schönsten Gedichte.

68 Gedichte, ausgewählt von einem Freund und Kenner: die irren und die schönen, die rinken und die lechten, die findigen und die flottschen.
Ernst Jandl wurde durch seine »Sprechgedichte« berühmt, die sich ebenso in den Ohren von Erwachsenen wie in denen von Kindern festsetzten: auf dem Land ist viel o sophie, ottos mops will nicht nach Hause, lechts und rinks wird vel-wechsert, die weile eilt mit feile und inge hat es dringend.
Aber Jandl schleicht dem Wort nicht nur nach, er hält es auch fest, als Wortakrobat und zugleich als gewissenhafter Chronist, so beispielsweise in zwei seiner berühmtesten Gedichte: »schtzngrmmmm« und »wien: heldenplatz«.

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Irvin D. Yalom, Die rote Couch

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Ein Buch, das schon lange auf meiner Liste stand und das ich nun endlich gelesen habe, ist „Die rote Couch“ von Irvin D. Yalom. Die Psychotherapie ist für mich ein neues Feld – umso prickelnder und inspirierender, auch bei ein paar zwischenzeitlichen Längen, der Roman.

Ernest Lash, ein junger Psychoanalytiker aus San Francisco, glaubt an die Wirksamkeit seines Tuns, ist aber andererseits davon überzeugt, dass die klassischen Therapien dringend einer Erneuerung bedürfen. Eines Tages beauftragt ihn die Ethikkommission seines Fachbereichs mit der Untersuchung eines prekären Falls: Er soll die Arbeitsweise eines älteren, sehr berühmten Kollegen namens Seymour Trotter überprüfen, der angeklagt ist, ein Verhältnis mit einer vierzig Jahre jüngeren Patientin gehabt zu haben.

Trotter beharrt darauf, daß Sex das einzige Mittel gewesen sei, um die junge Frau vor ihrem selbstzerstörerischen Verhalten zu retten. Zunächst ist Ernest entrüstet. Doch je mehr er sich mit der Sache beschäftigt, desto mehr fasziniert ihn die Idee, jedem Patienten eine fallspezifische Behandlung zuteil werden zu lassen.

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