Wien literarisch

Wien literarisch

Fanny von Arnstein gründete im 18. Jahrhundert den ersten literarischen Salon Wiens. Arthur Schnitzler saß im Café Griensteidl und fing die Stimmung des Fin de Siècle ein, während sich in Joseph Roths Werk der Erste Weltkrieg und der Zusammenbruch des Habsburgerreichs widerspiegeln. Wien, das war die Stadt Ingeborg Bachmanns, Sigmund Freuds, Thomas Bernhards. Diese Anthologie lädt ein zu einem Streifzug durch die verwinkelten Gassen, in der Literatur, Geschichte und Gegenwart auf einzigartige Weise zusammenfinden.

Eine erzählerische Reise durch die Jahrhunderte von Marc Aurel bis in die Gegenwart, von Adalbert Stifter bis Friederike Mayröcker, mit Ausflügen ins »Central«, in den »Herrenhof« und auf den Wurstelprater. Die hier präsentierte Auswahl mit Texten von Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Heimito von Doderer, Theodor Fontane, Hugo von Hofmannsthal, Karl Kraus, Anton Kuh, Thomas Mann, Joseph Roth, Arthur Schnitzler u. v. a. zeichnet ein vielfarbiges Bild vom „Mittelpunkt Europas, wo die alten Weltachsen sich schneiden“ (Robert Musil), erzählt eindrucksvoll die Geschichte des Orts und führt bis ins heutige Wien. Mit zwei literarischen Spaziergängen: »Auf der Fiaker-Route in der Inneren Stadt« und »Rund um die Strudlhofstiege«. [Verlagstext]

Christine Hehle (Hrsg.), Wien literarisch, Aufbau Verlag, Softcover, 256 Seiten, A 11.90 Euro, D 11.50 Euro, ISBN 978-3-7466-2869-1.

Wien – ein literarischer Streifzug

»Nun war ich wieder in Wien, und mit erwartungsvoller Lust tat ich am Morgen den ersten Gang in die Stadt, am Rathaus vorbei in die Ringanlagen … da sog ich mit dem kalten stiebenden Morgenwind wieder voll Freude die Atmosphäre dieser einzigen Stadt in mich ein, es klang mir aus Glockentönen und Blätterrauschen, aus duftigem Staubdunst und spielenden Fontänen, aus dem Tonfall der Sprache und aus hundert kleinen lieben Zeichen der Geist dieser Stadt entgegen, zart und gefällig und lebensfroh, mit einem leisen Schleier von Wehmut und Vergangenheitstraum darüber. Architektur, Straßenleben, Dialekt, Menschen, alles spielt zart und erregend zwischen Pracht und Grazie …« Hermann Hesse

»Ringstraße – jetzt bin ich ja bald in meinem Kaffeehaus … «
Arthur Schnitzler, Leutnant Gustl

Mit Texten von Peter Altenberg, Hugo von Hofmannsthal, Joseph Roth, Franz Grillparzer, Sigmund Freud, Adalbert Stifter, Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Franz Werfel, Joachim Ringelnatz, Egon Erwin Kisch, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Kafka, Elias Canetti, Johann Nestroy und vielen anderen.

Jürgen Hosemann und Bettina Wörgötter, Wien – Ein literarischer Streifzug, S. Fischer, Taschenbuch, 288 Seiten, A 8.30 Euro, D 8.00 Euro, ISBN 978-3-596-90343-6.

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