Pierre Jarawan, Am Ende bleiben die Zedern

„Alles pulsiert, alles leuchtet. Beirut bei Nacht, diese funkelnde Schönheit, ein Diadem aus flirrenden Lichtern, ein Band aus Atemlosigkeit.“

Mit bildgeladener Sprache schildert Pierre Jarawan den Libanon und die Reise Samirs dorthin, um seinen Vater zu suchen und sich selbst zu finden. Vor zwanzig Jahren hat der Vater die Familie verlassen und alles, was Samir von ihm geblieben ist, ist ein rätselhaftes Bild, die ins Gedächtnis eingebrannte Erinnerung an ein letztes Gespräch und die Geschichten des Vaters, der immer ein großartiger und fantasiereicher Erzähler war.

Der Libanon überwältigt Samir mit einem sinnlichen Rausch aus Gerüchen, Geräuschen und Begegnungen. In dem geschundenen und gespaltenen Land, macht er sich auf den Weg, um seine Geister der Vergangenheit zu vertreiben und die eigenen Wurzeln zu finden. Die märchenhaften Figuren aus den Erzählungen seines Vaters begleiten ihn dabei auf zunehmend reale Weise, bis er an den Urspung seiner eigenen Existenz gelangt und endlich die Rätsel der Vergangenheit lösen kann.

Ein Roman über den Zauber der Kindheit, die faszinierende Schönheit des Libanons und die dramatische Geschichte des Nahen Ostens voller Wendungen, Tragik und Hoffnung.

Passend zu den sinnlichen Eindrücken aus „Am Ende bleiben die Zedern“ gibt es heute im Blog zwei Rezepte aus der libanesischen Küche, die in der Küche mit ihren Gerüchen und Aromen zum Weiterdenken der Geschichte einladen.

Warmes Taboulé | Petersiliensalat

Zutaten:

  • 1 Bund Frühlingszwiebel
  • 6 EL Pflanzenöl
  • 250 g Bulgur
  • 300 ml Tomatensaft
  • 1 Bund Petersilie
  • Salz, Pfeffer
  • Cashewkerne
  • 1 Msp. Zimt

Frühlingszwiebel waschen, putzen und in feine Ringe schneiden.

Zusammen mit dem Bulgur für 2-3 Minuten in etwas Öl anrösten. Mit dem Tomatensaft und ca. 200 ml Wasser ablöschen. Mit Salz und Pfeffer würzen, gut umrühren. 10 Minuten bei geringer Hitze quellen lassen, dabei nicht umrühren.

Petersilie hacken. Die Nüsse mit dem Zimt bei mittlerer Hitze anrösten.

Topf vom Herd nehmen und das Taboulé noch einmal 5-10 Minuten ziehen lassen. Dann die Petersilie unterrühren und die Cashewkerne darüber streuen.

 

Hähnchen mit Safran und Kichererbsen

Zutaten:2016-10-03-13-06-19.jpg

  • 4 Bio-Hähnchenkeulen
  • Thymian, frisch oder getrocknet
  • 1-2 unbehandelte Zitronen
  • Olivenöl
  • Chili, Pulver oder getrocknet
  • 1-2 TL Paprika edelsüß
  • 3 TL Tomatenmark
  • Oregano
  • Koriander, frisch oder getrocknet
  • Salz, Pfeffer
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Safran
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • 1 Dose Kichererbsen

Zitrone heiß waschen. Aus der Mitte 2 Scheiben heraus schneiden, den Rest auspressen.

Thymian, 2 EL Olivenöl, Chili (Menge je nach Schärfe-Vorliebe), Paprika, 2 TL Tomatenmark, Koriander und Salz mischen.

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Hähnchenkeulen mit Wasser abspülen, mit Küchenpapier trocken tupfen und anschließend mit der Marinade gründlich einreiben. Restliche Marinade beiseite stellen.

Backofen auf 200° vorheizen. Knoblauch schälen und fein hacken oder pressen.

Hähnchenkeulen in einer Pfanne und etwas Olivenöl von allen Seiten kurz scharf anbraten. In einer feuerfesten Form anschließend für ca. 20 Minuten im Backofen weitergaren.

2016-10-03-13-07-16.jpgKnoblauch in derselben Pfanne andünsten, mit Brühe ablöschen, Safran und 1-2 EL Zitronensaft dazu geben. Tomatenmark und restliche Marinade einrühren. Ca. 5 Minuten bei geringer Hitze köcheln. Kichererbsen hinzugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit und wundervollen Buchgenuss!

Pierre Jarawan, Am Ende bleiben die Zedern, Berlin Verlag, 446 Seiten, Gebunden, A 22,70 Euro, D 22,00 Euro.

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