Glückspilzragout und Elefant

Martin Suter ist sehr lange schon einer meiner Lieblingsautoren. Er schreibt viel – Romane, Krimis, Drehbücher, Songtexte – und bedient dabei eine beeindruckend große Bandbreite an Themen. Es geht um Menschen, die aus der Bahn geraten, um Wirtschaft, Politik, Geld und Macht, Liebesgeschichten, Freundschaft, Betrug und Verrat, Kunst und Kochen. Seine Bücher sind Gesellschaftsbetrachtungen, höchst spannend zu lesen, geschrieben in einer nüchtern aufgeräumten Sprache, die mit ihrer Klarheit eine große poetische Kraft entwickeln kann. Im Januar erscheint ein neuer Roman von Martin Suter. Es geht um Gentechnik, Gesellschaft, Werte und Moral.

Ich habe die Vorschau und Vorfreude auf das neue Buch zum Anlass genommen, um Die dunkle Seite des Mondes noch einmal in die Hand zu nehmen und dazu passend ein kleines herbstliches Lesefutter für Glückspilze anzurichten.

Martin Suter, Elefant

Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte daraus eine weltweite Sensation machen, ein lebendes Spielzeug für Kinder. Allerdings konnte er sein Experiment noch nicht ganz abschließen, denn das Wesen ist ein Produkt des Zufalls. Noch dazu wurde es ihm entwendet.

Kaung, der burmesische Elefantenflüsterer, der die Geburt des Tieres begleitet hat, findet, etwas so besonderes sei heilig und müsse vor dem profanen Zugriff versteckt werden. Aber auch der Obdachlose Schoch, der einmal bessere Tage gesehen hat, sieht auf einmal eine Aufgabe vor sich: Das seltsame Wesen würde zugrunde gehen, wenn er sich nicht seiner annimmt. Der kleine Elefant erlebt eine Odyssee, die in einem Zirkus beginnt, die Zürcher Obdachlosenszene aufmischt, den Frieden einer Villa auf dem Züriberg stört und schließlich in Myanmar endet. [Verlagstext]

Martin Suter, Elefant, Diogenes, 352 Seiten, Hardcover, A 24,70 Euro, D 24,00 Euro, erscheint am 18. Januar 2017.


Martin Suter, Die dunkle Seite des Mondes

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Wirtschaftsanwalt Urs Blank, fünfundvierzig, hat seine Gefühle im Griff. Er hat es gelernt, sich keine Blöße zu geben, hingegen die der anderen zu nutzen. Blank ist Fachmann für Fusionsverhandlungen und der Star der Branche. In letzter Zeit allerdings quält ihn ein diffuses Unbehagen – auch ein Grund, warum er sich so intensiv um die schöne Lucille bemüht, die ein völlig anderes Leben führt als er. Durch Lucille lernt er die magische Welt der halluzinogenen Pilze kennen. Bei einem überwältigenden Trip spielt ihm jedoch ein unbekannter zyanblauer Pilz einen bösen Streich. Blanks Persönlichkeit ist fortan verändert. Er fühlt sich gottgleich und gibt jeder Gefühlsregung sofort nach – auch der gefährlichsten. Blank erkennt, dass ihm keiner helfen kann, und flieht in den Wald, den einzigen Ort, wo er zur Ruhe kommt und glaubt, niemandem gefährlich zu werden. Und während man in der ›zivilisierten‹ Welt denkt, der Staranwalt habe sich das Leben genommen, lernt Blank das Überleben in den Wäldern. Er beginnt zu begreifen: Es gibt nur einen Weg, um sich aus diesem Alptraum zu befreien. Wie ›Small World‹ liest sich auch diese faszinierende Geschichte einer Persönlichkeitsveränderung wie ein hochspannender Thriller, denn die beiden Protagonisten Urs Blank und Konrad Lang haben einen ähnlich mörderischen Gegner – die Zeit. [Verlagstext]

Martin Suter, Die dunkle Seite des Mondes, Diogenes, 320 Seiten, Taschenbuch, A 12,40 Euro, D 12,00 Euro.

Die dunkle Seite des Mondes wurde 2015 mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle verfilmt.

Hier geht’s zum Verlag.


Pilzragout und Semmelknödel

Pilzragout

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  • 750 g gemischte Pilze: Champignons, Steinpilze, Kräuterseitlinge
  • Olivenöl
  • Petersilie
  • trockener Weißwein
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sahne
  • Salz/Pfeffer

Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Die Pilze ca. 15 Minuten darin schmoren. Mit einem ordentlichen Schuss Weißwein ablöschen, kurz aufkochen, Brühe hinzugießen und bei geringer Hitze köcheln lassen. Sahne, Petersilie hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Semmelknödel
  • 200 ml Milch
  • 250 g Semmelwürfel
  • 4 Handvoll frische Petersilie
  • 2 Eier
  • 40 g Mehl
  • Salz/Pfeffer

Die Milch erhitzen. Semmelwürfel mit der Milch übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Petersilie fein hacken. Eier, Mehl und Petersilie zu den Semmelwürfeln geben und gut durchmischen. Mit Salz und Pfeffer würzen, noch einmal 15 Minuten rasten lassen.

Salzwasser aufkochen. Aus der Semmelmasse mit feuchten Händen Knödel formen und ins Wasser geben. Bei niedriger Hitze offen ca. 15 Minuten garen.

Guten Appetit

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