Håkan Nesser, Die Lebenden und Toten von Winsford

Mein Buchmensch Nummer eins ist Alf. Ich habe ihn hier in Lissabon mit Håkan Nesser und „Die Lebenden und Toten von Winsford“ fotografiert und ihn zum Thema Lesen und Bücher befragt. Alf ist Musiker und Donald Duck Fan. Wir sehen uns auch sonst öfter lesend, zum Beispiel am Frühstückstisch oder abends auf dem Sofa.  Das hier ist eines meiner liebsten Lesefotos, denn ich finde, es zeigt ganz gut die ganze Genusspalette des Lesens und auch, dass Lesen durchaus sexy ist 😉

Worum geht’s in dem Buch?

Um eine schwedische Frau, die sich Maria Anderson nennt und für ein halbes Jahr eine Hütte in Südengland inmitten der winterlichen Moorlandschaft angemietet hat. Warum sie eigentlich dorthin kam, wer sie wirklich ist und was genau in ihrer Vergangenheit passiert ist, bleibt einige Zeit lang unklar. Je mehr wir dann über sie erfahren, umso mehr gerät man als Leser in einen Zwiespalt zwischen Sympathie und Schuld. Die Atmosphäre im Moor mit Nebel, düsterer Landschaft und mysteriösen Zwischenfällen rund um das einsame Haus von Maria Anderson verstärkt dabei schön die Spannung.

Mir gefällt das Buch…

…ganz gut. Ich bin Håkan Nesser Fan, aber ich kenne noch Besseres von Ihm. Bei seinen Krimis mag ich die philosophische Ebene, ich mag das klassische Krimikonzept mit Kommissar und schleppe sozusagen schon eine ganze Håkan Nesser Historie mit mir herum und so habe ich seine Bücher eben kennen und schätzen gelernt. Der Kommissar fehlt mir bei diesem Buch hier, es ist eben mehr ein Roman, aber auf jeden Fall vielschichtig und sehr spannend.

Mein liebster Leseort…

…am liebsten im Bett oder auf der Couch. Aber im Urlaub ist Lesen ein großer Bestandteil, da lese ich quasi überall.

Ein besonderes Buch für mich…

…ist vielleicht Thomas Manns Zauberberg. Auch wieder wegen der philosophischen Aspekte und auch, weil ich stolz darauf bin, diesen literarischen Berg bezwungen zu haben. Dasselbe gilt auch für Moby Dick, dafür habe ich mehrere Anläufe gebraucht. Solche literarischen Größen sind zwar manchmal ein bisschen zäh, aber Spaß machen sie ja am Ende trotzdem.

Lesen bedeutet für mich…

Schwierig. Irgendwie alles. Parallelwelten, Flucht aus dem Alltag und gleichzeitig das Auseinandersetzen mit Alltäglichem in einer anderen Lebenswelt. Träumen. Manchmal einfach auch das Erfreuen an schönen Sätzen, fesselnde Unterhaltung. Und auch Inspiration.


Wer jetzt wissen möchte, wie Alf die Inspiration aus seiner Lektüre umsetzt, kann hier vorbeischauen:

www.kommandoelefant.at


Håkan Nesser, Die Lebenden und Toten von Winsford, btb, 464 Seiten, Taschenbuch, A 10,30 Euro, D 9,99 Euro.

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